1. Juni 2010
Natürlich mobil – Leben ohne Autos
Am 13. Juni 2010 findet von 12 -19 im Clarapark in Leipzig die 21. Ökofete statt.
Einmal mehr ein Grund für zukunftsfähige Mobilität zu werben. Das Dogma der autogerechten Mobilität muss endlich durchbrochen werden.
Der motorisierte Individualverkehr kann in seiner derzeitigen Größenordnung nicht ökologisch gestaltet werden. Deshalb fordern wir ein Umdenken. Unsere Gesellschaft braucht nicht mehr Autos, sondern menschengerechte Mobilität.
In Anbetracht der gewaltigen globalen Herausforderung der Menschheit, dem anthropogenen Klimawandel, wird die Rückständigkeit des Autos besonders deutlich. So trägt der Verkehrssektor in Deutschland mit ca. 20% maßgeblich zu den Treibhausgasemissionen bei. Dies ist insofern besonders dramatisch, weil die CO2-Emissionen im Verkehrssektor, im Gegensatz zu anderen Bereichen in Deutschland, kontinuierlich ansteigen.
Die natürlichste Mobilität ist das Zu-Fußgehen. Das erspart nicht nur eine überdimensionierte Verkehrsinfrastruktur, es ermöglicht auch Raum für sozialen Austausch und erhöht die Identifikation mit der Umwelt. Doch ausgerechnet die natürlichste Fortbewegungsart wird an den Rand gedrängt. Stadtplanung muss wieder an der Haustür beginnen.
Das energieeffizienteste Verkehrsmittel ist das Fahrrad. Es befriedigt das Bedürfnis schneller und Komfortabler Mobiltät ohne historisch gewachsene Stadtstrukturen zu zerstören. Radfahren schont die natürlichen Ressourcen und ist der Inbegriff der Freiheit. Doch auch der Radverkehr wird marginalisiert.
Der ÖPNV ist eine umwelt- und stadtfreundliche Alternative zum Auto. Der ÖPNV ist platzeffizient und energiesparend. Eine Tram in Leipzig verhält sich sparsamer als ein 1-Liter-Auto. Doch auch hier wird nicht das volle Potential ausgeschöpft. Während der Autoverkehr in Deutschland mit zweistelligen Milliardenbeträgen gefördert wird, müssen wegen mangelnder Förderung die Preise beim ÖPNV kontinuierlich erhöht werden.
Natürlich mobil sein heißt:
Nutzung des Umweltverbundes – ÖPNV, Rad- und Fußverkehr.
Weitestgehende Vermeidung von Autofahrten.
Die Gestaltung des öffentlichen Raumes hat sich jahrzehntelang am Auto ausgerichtet. Ohne Autos gäbe es keine Einkaufszentren am Stadtrand, mit allen ihren negativen Folgen. So bricht durch Einkaufszentren auf der „grünen Wiese“ die Nahversorgung vielerorts zusammen, wodurch eine künstliche Abhängigkeit vom Automobil entsteht. Ein schwer zu druchbrechender Teufelskreis.
In Städten entstehen Konkurrenzsituationen zwischen Autofahrer_innen, Radfahrer_innen und Fußgänger_innen. Dabei wird durch die Infrastruktur, die Verkehrsführung und die Verwaltung das Auto systematisch bevorzugt.
Wir wünschen uns eine menschengerechte Stadtgestaltung, die sich nicht am Autoverkehr orientiert. Die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) des Fuß- und des Fahrradverkehrs muss konsequent vorangetrieben werden. Erste Schritte dazu wären der Stopp der Ausweisung von Parkplätzen, die Schaffung von Fahrradstraßen und attraktiven Straßenquerungen für Fußgänger_innen sowie eine konsequente Durchsetzung der autofreien Innenstadt.
Die Gesellschaft hat sich auf das Auto eingestellt – mit fatalen Folgen. Fordert mit uns eine andere Mobilität, für eine soziale und ökologische Gesellschaft!
Wir rufen aus den genannten Gründen zur Sternfahrt am 13. Juni 2010 Uhr auf. Unter dem Motto „Natürlich mobil – Leben ohne Autos“ fahren wir gemeinsam aus allen Himmelsrichtungen zum Augustusplatz und von dort gemeinsam zur Ökofete in den Clara-Zetkin-Park.
Die Startpunkte im Einzelnen:
Norden: 10:30 Uhr Eutritzscher Markt, 10:45 Uhr Coppiplatz, 11 Uhr Stallbaumstraße (TRAM Haltestelle, Eingang Rosental)
Osten: 10:30 Uhr Emmauskirche Sellerhausen, 10:45 Uhr Torgauer Platz, 11 Uhr Lene-Voigt-Park (Volleyballplatz)
Süden: 10:30 Uhr Wendeschleife Klemmstraße (S-Bahnhof Connewitz), 10:45 Uhr Connewitz Kreuz, 11 Uhr Südplatz
Westen: 10:30 Uhr S-Bahnhof Plagwitz, 10:45 Uhr Lindenauer Markt, 11 Uhr Waldplatz
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11. Mai 2010
“Kleine Klimaschutzradtour durch den Leipziger Osten”
Verbraucherzentrale Sachsen und Klima-Allianz Leipzig laden am 16. Mai 2010 zum Frühlingsspaziergang auf dem Fahrrad ein.
Wie fahrradfreundlich ist Leipzig, besonders der Leipziger Osten? Und was hat sich zwischen Zentrum und Paunsdorf in letzter Zeit städtebaulich und im Fokus der Nachhaltigkeit getan? Dies möchte die „Kleine Klimaschutzradtour“ im Rahmen der „Frühlingsspaziergänge 2010“ des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft am 16. Mai 2010 erkunden. Die Klimaschutzradtour soll auch zeigen, wie Stadtplanung Verbraucher unterstützen kann, klimafreundlich zu leben.
Das Klimateam der Verbraucherzentrale Sachsen und die Klima-Allianz Leipzig führen die Klimatour gemeinsam durch, um ein genaues und vielfältiges Bild der Entwicklungen in den östlichen Stadtvierteln aufzeigen zu können. Zu dieser Radtour sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Kleine Klimaschutztour 2010 –
Mit dem Fahrrad durch den Leipziger Osten
Wann: Sonntag, 16. Mai 2010
Treffpunkt: Altes Rathaus/Markt
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Ende: 15:00 Uhr
Tourlänge: 15 km
Die Stationen der Tour im Einzelnen:
11:15 Uhr Liebigstraße, erster Gesundheitsboulevard in Leipzig?
11:45 Uhr Technisches Rathaus, Mobilität in der Stadtverwaltung
12:15 Uhr Probstheida, Stadtbahnausbau und Straßenplanung
12:45 Uhr Picknick in Stötteritz
13:15 Uhr Urbaner Wald, Brachen und Grünflächen in Leipzig
13:30 Uhr Reudnitz-Center, innerstädtische Zentren
14:00 Uhr Dunkler Wald und lichter Hain, Wurzner Straße
14:30 Uhr Rabet, Klimaschutz in der Freizeit
15:00 Uhr Augustusplatz, Ende der Radtour
Picknickutensilien sind mitzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos
Anmeldungen werden erbeten:
Klima-Allianz-Leipzig, 0341-3065370
Oder per Mail: klima@vzs.de
Ansprechpartner für die Medien – bitte nicht veröffentlichen:
Torben Ibs,Fachreferent Klima – Tel. 0341-6962952
Renate Janeczek, Christina Wendt, Pressestelle – Tel. 0341-6962915/696290
Alexander John, Klima-Allianz-Leipzig – Tel. 03413065370
Veröffentlichungen – auch auszugsweise – sind nur mit Quellenangabe gestattet.
Bei Veröffentlichung der 0900er Rufnummer der VZS muss immer auch das Entgelt (Preis pro Minute aus dem deutschen Festnetz) angegeben werden. Nach Abdruck bitten wir um Übersendung eines Belegexemplares. Unsere Genehmigung zur Veröffentlichung gilt aus Gründen der Aktualität für insgesamt 8 Wochen, gerechnet ab Ausgabedatum.
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22. April 2010
Wir fahren zur KettenReAktion
Aktions- und Menschenkette zwischen den AKW Brunsbüttel und Krümmel am 24. April 2010
„Wer Erneuerbare Energien will, muss jetzt Atomkraftwerke abschalten, anstatt das Atomrisiko zu verlängern. Dafür setzen wir, ein parteiübergreifendes Bündnis, am Samstag, dem 24. April, ein unübersehbares Zeichen“, so Jürgen Kasek, Vorstand des BUND Leipzig e.V..
Zehntausende Menschen werden auf einer 120 Kilometer langen Strecke ihr Zeichen gegen Atomenergie setzen. Bei der Aktions- und Menschenkette vom Schrottreaktor Brunsbüttel an der Elbmündung quer durch Hamburg bis zum Pannen-Meiler Krümmel werden ca. 50.000 Menschen aus ganz Deutschland mit unterschiedlichen Aktionen für die Beibehaltung des Atomausstieges demonstrieren.
„Die Atomkraft, die auch von der derzeit regierenden Koalition nur als Übergangslösung bezeichnet wird, verhindert den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Und steht damit der Umstellung auf eine klimagerechte Lebensweise entgegen“, so Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig.
Dazu kommt das Problem der Endlagersuche. Bis heute wurde nirgends auf der Welt eine befriedigende Lösung für den strahlenden Restmüll gefunden. Die Probleme um das inzwischen vollkommen marode Zwischenlager ASSE, dessen radioaktiver Giftmüll die Region bedroht und die Vertuschungsversuche im Zusammenhang mit Gorleben, belegen das Scheitern der Bemühungen um ein Endlager in Deutschland. Bezeichnend ist, dass ausgerechnet Unions-geführte Bundesländer wie Bayern und Hessen, die für die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke eintreten, sich der Endlagersuche in den eigenen Bundesländern verweigern.
„Schon jetzt ist klar, dass der alleinige Profiteur der Verlängerung der Endlaufzeiten die Strommultis sind. Es geht um Millionenbeträge, die für eine Technik gezahlt werden sollen, die weder klimafreundlich noch nachhaltig ist, dafür aber ein immenses Risiko darstellt“, so Marco Böhme, Vorstand des Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e.V.
Auch in Leipzig fließt Atomstrom durch die Leitungen. Grund genug auch aus Leipzig ein Zeichen bei der Anti-Atomkette zu setzen, um deutlich zu machen, dass am Ausstieg nicht gerüttelt werden darf.
Wer mit den Organisatoren aus Leipzig gemeinsam anreisen möchte, kann unter lv-sachsen@spd.de noch einen Sitzplatz im Bus buchen (Unkosten für Hin- und Rückfahrt: 20 Euro) oder im Zug anreisen. Treff hierfür ist 6:30 Uhr am Gleis 13 (Regionalexpress nach Halle). Die Unkosten für Hin- und Rückfahrt betragen 8 Euro.
Unterzeichner: BUND Regionalverband Leipzig; JUSOS Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Naturschutzbund Deutschland Regionalverband Leipzig, Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V., BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, linksjugend Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, Verein zur Stärkung einer guten Sache e.V.
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15. März 2010
Die Arbeiten am European Energy Award laufen auf Hochtouren. Bisher haben sich 5 der 6 Energieteams getroffen und die Bestandsanalyse der Infrastruktur Leipzigs angefangen aufzunehmen. Bis zum 30. April sollen alle Energieteams ihre Zuarbeit für den Auditor abgeschlossen haben.
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15. Oktober 2009
“Offener Brief für ein fahrradfreundliches Leipzig”
Die Fahrradaktionsgruppe, ein offenes Bündnis aus VCD, ADFC, Ökolöwe – Umweltbund Leipzig, StudentInnenRat HTWK und Universität Leipzig sowie Einzelpersonen, hat einen offenen Brief mit dringend umzusetzenden Maßnahmen für eine Gleichbehandlung des Radverkehrs mit anderen Verkehsmitteln erstellt. Dieser soll am 28. Oktober am Ende einer Fahrraddemo dem Leipziger Stadtrat, dem OBM und der Verwaltung übergeben werden. In dem Brief wird unter anderem die Ausweisung der Karl-Liebknecht-Straße als Fahrradstraße, das Entfernen der Schilder “Mindestgeschwindigkeit 40 km/h” auf dem Innenstadtring und ein eigener Titel für Radverkehr im Leipziger Haushalt gefordert. Der genaue Wortlaut des Briefes kann hier eingesehen und unter diesem Link unterschrieben werden.
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03. September 2009
Ein Castor-Transport in Leipzig? Sirenen, Strahlenschutzanzüge, Geigerzähler und rhythmisches Getrommel sorgen am 3. September zwischen Südplatz und Markt für staunende Gesichter und fluchende Autofahrer.
Veranstalter der Anti-Atomdemonstration ist „Campact“, das gemeinsam mit Leipziger Umweltgruppen wie Attac, Greenpeace, der Klima-Allianz Leipzig sowie dem Ökolöwen Umweltbund Leipzig rund 150 Aktivisten gegen die Atommüllendlagerung in Deutschland aktiviert.
Gegen 14:30 Uhr beginnt die Aktion mit einer einführenden Rede des Campact-Geschäftsführers Christoph Bautz. Ziel der Demonstration: Findet sich in der Leipziger Innenstadt ein geeignetes Endlager für Atommüll? Wenn Nein, müssen alle Atomkraftwerke unverzüglich abgeschafft werden. Um die Endlagersituation in Leipzig festzustellen, werden die Demonstrationsteilnehmer in Strahlenschutzanzüge gesteckt, mit Geigerzählern und Lupen bewaffnet. Auf dem Marktplatz befindet sich bereits eine Bohrstation für eine Probebohrung vor Ort.
Die Aktion richtet sich vor allem an die Politik und das Volk. Die Endlagerung von Atommüll ist nicht nur in Deutschland ein ungelöstes Problem. Denn wo die einen von einem sauberen Atomstrom sprechen, gibt es den schlichten Umstand, dass Atomkraftwerke gefährlich ist und der Atommüll kostspielig endgelagert wird. Bezahlt durch die Allgemeinheit, vermutlich Jahrtausende lang und ohne Lösung derzeit.
Von 258 Mrd. € Subventionen durch den Staat geht Greenpeace bei derzeitigen Laufzeiten von 1960 bis 2025 insgesamt aus, vorausgesetzt, dass bei der Endlagerung eine endgültige Lösung gefunden wird.
Daneben existieren auch die aktuellen gesundheitlichen Gefahren, auf die Bautz aufmerksam macht, „Bereits nach vier Jahrzehnten sind in der Asse die Lagerpläne der Atomlobby in Salzlauge ersoffen. Das jetzt bekannt gewordene Original-Gutachten des Physikalisch Technischen Bundesamts belegt, dass Gorleben höchstens 1.100 Jahre dicht hält – eine Farce angesichts des Millionen Jahre strahlenden Atommülls“.
Im Anschluss an die Demo findet auf dem Marktplatz eine Podiumsdiskussion zu den Energiezielen der Leipziger Bundestagskandidaten (außer der FDP) statt. Dr. Feist (CDU) als einziger Befürworter der Atomenergie, begründet seine Affinität mit den verheerenden Folgen des Braunkohletagebaus und erntet dafür nicht nur von der CDU Sachsen Kritik. Alle anderen Kandidaten setzen sich sowohl für den kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie als auch mittel- bis langfristig für den Ausstieg aus der Kohleverstromung ein.
Daniel Thalheim, Alexander John
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29. Juni 2009
Wie entsteht ein Bürgersolarkraftwerk?
Am 7. Juli 2009 findet um 17:30 Uhr in den Räumen von Solar City Leipzig (Otto-Schill-Straße 1, 4. OG) ein Vortrag zum Thema “Bürgersolarkraftwerk” statt. Alexander John, zweiter Geschäftsführer der Solarallianz Leipzig, wird über die Entstehung des ersten Leipziger Bürgersolarkraftwerks berichten und Tipps für Nachahmer geben.
Die Veranstaltung ist kostenlos, Anmeldungen werden unter 0341 22 76 472 begin_of_the_skype_highlighting 0341 22 76 472 end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting 0341 22 76 472 end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting 0341 22 76 472 end_of_the_skype_highlighting bzw. info@solarallianz-leipzig.de entgegengenommen.
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28. Mai 2009
WWW – Wen wählen wir?
Unter dieser Fragestellung hat das Forum Urban Mobil (FUM, AG Verkehr) allen Parteien und Zusammenschlüssen des zukünftigen Stadtrats einen Fragenkatalog zukommen lassen. Geantwortet haben jedoch nur vier (CDU, SPD, LINKE, Grüne) und dies in ganz unterschiedlicher Weise. Wer sich für was im nächsten Stadtrat einsetzen möchte, kann unter “Downloads” nachgelesen werden.
Alexander John
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17. Mai 2009
Positiv- & Negativpreis 2009 verliehen
Zweite Klimaschutzradtour führte durch den Leipziger Norden
Bei der zweiten Klimaschutzradtour konnten die Teilnehmer positive wie negative Entwicklungen im Leipziger Norden entdecken. Die Tour führte vom Alten Rathaus über die Brandenburger Brücke, durch den Mariannenpark, den Abtnaundorfer Park, entlang der Essener Straße zum ersten Bürgersolarkraftwerk. Nach einer Führung und Erklärung der Anlage wurde der mit Spannung erwartete Positivpreis 2009 verliehen. Nominiert waren neben Ulf Sieberg (Mitbegründer der Klima-Allianz Leipzig), Ulla Gahn (Ökostromwechselparty) auch Andreas Rieck (Delitzsch). Der Positivpreis 2009 geht an: Andreas Rieck „…für seinen unermüdlichen Einsatz zur Reduzierung von Treibhausgasen in Delitzsch“ so Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig. Andreas Rieck hat maßgeblich den EEA vorangetrieben und aus Delitzsch durch Energieeinsparung und Erzeugung erneuerbarer Energien eine Energiepluskommune gemacht.
Der Wettstreit zwischen Delitzsch und Eilenburg, welche Kommune weniger Treibhausgase pro Einwohner ausstößt, hat sich positiv auf den Etat der Stadt Delitzsch aber auch auf das Bewusstsein der Bürger ausgewirkt, z.B. präsentiert sich die Stadt Delitzsch im Internet auch dahingehend: Das erste, was einem bei der Startseite ins Auge springt, ist der Link: Energiespartipps. Zudem findet man mit einem Mausklick alles zum Thema Erneuerbare Energien und EEA. Das die Stadt Delitzsch der Stadt Leipzig soweit voraus ist, geht auf das Verdienst von Herrn Rieck zurück, wofür er mit dem Positivpreis 2009 gewürdigt wird.
Leider konnte der Preisträger seinen Preis nicht entgegennehmen, da er zum gleichen Zeitpunkt in Delitzsch die „Woche der Sonne“ durchführte.
Nach der Verleihung konnte dann im Arthur-Bretschneider-Park das mitgebrachte Picknick im Grünen stattfinden. Die weitere Fahrt durch die Delitzscher Straße führte zur Holzpelletheizung in der Michaeliskirche, von dort zur Kongresshalle am Zoo. Nach der Querung des (Promenaden-)Rings und dem Durchfahren der Ritterstraße, konnte das Schieben des Rades durch die Grimmaische Straße getestet werden. Nach einem kurzen Blick in die Universitätsstraße wurde dann auf dem Augustusplatz der Negativpreis 2009 verliehen.
Nominiert waren Personen höheren Ranges in Politik und Verwaltung. Der Negativpreis 2009 der Klima-Allianz Leipzig geht an: Walter Christian Steinbach „…für seinen unermüdlich Einsatz zur Verhinderung von Klimaschutzmaßnahmen in Leipzig und Umgebung“, so John.
Steinbachs Beharrlichkeit im Aufdrängen steinzeitlicher Technologien zur Energiegewinnung führte nicht nur bei der Stadt Leipzig und deren Stadtwerken, sondern auch bei denen der Stadt Halle, Dresden, Erfurt etc zu berechtigtem Unverständnis.
Zudem wird ihm der Negativpreis 2009 der Klima-Allianz Leipzig für seinen persönlichen Einsatz zur Zwangsumsiedlung tausender Menschen für einen neuen Braunkohletagebau (Profen) trotz bestehender Ressourcen in den bereits erschlossenen Tagebauen bis 2035 ohne Neuaufschlüsse verliehen.
Da Braunkohle ein „sicherer, preiswerter und umweltverträglicher Energierohstoff“ (Anzeige des Braunkohleforums und Steinbachs im Stern und Cicero) sei, reist er auch selbst mal nach Berlin zum Umweltminister, um spezielle Vereinbarungen und Sondergenehmigungen auszuhandeln – auch mit der Hoffnung nach 2013 keine CO2-Zertifikate für seine Braunkohlekraftwerke kaufen zu müssen.
Die Debatte um Feinstaub und Toxine bekäme ohne Walter Christian Steinbach und die MiBRAG wegen der Braunkohlekraftwerke im direkten Umfeld erheblich weniger Aufmerksamkeit.
Steinbachs herausragende Leistungen in der Zerstörung und Gefährdung bestehender Biotope durch überdimensionierten Straßenbau zur Förderung des motorisierten Individualverkehrs kann man im gesamten Großraum Leipzig sehen.
Seine Handschrift hinterlässt er aber auch im direkten Stadtgebiet von Leipzig: Die Zerstörung der „Europäischen Stadt“ Leipzig (Kompakte Stadt) durch Kopplung der Fördergelder an raumgreifende Straßenausbaumaßnahmen sind nicht nur in der Georg-Schumann- und Friedrich-Ebert-Straße gut sichtbar.
Nicht zu vergessen sei auch die Verlärmung der Stadt, da mit dem Ausbau der Straßen gleichzeitig eine stadtgerechte Integration des ÖPNV nur selten möglich ist.
Aber auch an anderer Stelle muss er für sein Wirken gewürdigt werden: Ohne Steinbach wäre eine dermaßen starke Zersiedlung der Stadt Leipzig überhaupt nicht möglich gewesen. Die zahllosen Wohn- und Gewerbegebiete in der Peripherie lassen ahnen, dass hier jemand nicht nur für sein Handeln im vergangenen Jahr ausgezeichnet wird, sondern für sein Lebenswerk!
Während der ca. fünfstündigen Radtour wurde nicht nur auf die Problematik der Zentren- und Autoverkehrspolitik in Leipzig verwiesen, sondern auch auf die gut zu befahrenden Radwege entlang der Parthe, den schwierigen Querungsmöglichkeiten entlang der B6/B2, dem andauernden (Auto-)Lärmpegel auch abseits der Hauptstraßen, eher autofreundlichen Ampelregelungen sowie zukunftsorientierte Energiegewinnung.
Alexander John,
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05. Mai 2009
Wir laden ein zur Klimaschutzradtour 2009
Auch in diesem Jahr laden wir wieder Jung und Alt zur Klimaschutzradtour der Klima-Allianz Leipzig ein. Am 17. Mai 2009 wird es eine insgesamt rund 12 km lange Tour vom Stadtzentrum in den Leipziger Norden zum ersten Leipziger Bürgersolarkraftwerk geben. Die kleine Klimaradtour findet bereits zum zweiten Mal statt und dient dem Aufzeigen positiver und negativer Beispiele einer klimafreundlichen Stadtentwicklung in Leipzig.
Erstmalig wird es auch zwei Preise für besonders herausragende Leistungen im Bereich „Klimaschutz“ geben. Wer mit einem positiven und wer mit einem negativen Preis ausgezeichnet wird, erfahren Sie während der ca. fünfstündigen Tour.
Die Route wird wie folgt aussehen:
09:45 Uhr Treff vor dem Alten Rathaus
10:00 Uhr Abfahrt
10:20 Uhr Brandenburger Brücke, Fahrt durch Mariannenpark,
Abtnaundorfer Park
11:00 Uhr Mockau Center
11:30 Uhr Bürgersolarkraftwerk, Führung, Verleihung des Positivpreises
12:15 Uhr Picknick im Arthur-Bretschneider-Park
13:20 Uhr Michaeliskirche, Führung, Erklärung der Holzpelletheizung
14:00 Uhr Kongresshalle am Zoo
14.30 Uhr Hauptbahnhof
15:00 Uhr Augustusplatz, Verleihung des Negativpreises, Ende der Tour
Wenn Sie an der Radtour teilnehmen möchten, können Sie sich gern unter
Fax 0341 30 65 179 oder Email klimaallianz@oekoloewe.de anmelden.
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25. April 2009
Bürgersolarkraftwerk in Betrieb genommen
Heute morgen um 8:30 Uhr hat der Netzmeister der Stadtwerke Leipzig die erste Leipziger Bürgersolaranlage ans Netz der Stadtwerke Leipzig angeschlossen.
Ab 10 Uhr gab es dann für alle interessierten BürgerInnen und Beteiligten die Möglichkeit die Solaranlage Vorort zu begutachten und Fragen an die Geschäftsführer, die Initiatoren, die Schirmherrin Gisela Kallenbach (MdEP, Grüne), Constanze Krehl (MdEP, SPD), Christopher Zenker (SPD, Stadtrat), die bauausführende Firma SMP Leipzig, Heiko Sander von der Service und Wohnen Leipzig GmbH und Herrn Dr. Damm (SWL) zu stellen.
näheres hierzu auch unter “Presse” und www.solarallianz-leipzig.de
Alexander John
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15. April 2009
Bau der ersten Bürgersolaranlage hat begonnen
Leipzig ist auf einem guten Weg zu mehr Klimaschutz.
85 Personen haben sich an der ersten Bürgersolaranlage im Leipziger Stadtteil Mockau beteiligt. Die Anlage, welche bis Ende April errichtet sein wird, hat eine Größe von 30 kWp und versorgt in den nächsten zwei Jahrzehnten für ausreichend Strom in gut 20 Haushalten.

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17. März 2009
Leipzig debattiert über eine Umweltzone
Nach dem Interwiew mit dem sächsischen Umweltminister Frank Kupfer in der LVZ hat auf einer aktuellen Pressekonferenz der Umweltbürgermeister Rosenthal nun endlich Aktivität in Sachen Feinstaubbelastung angekündigt. Noch am am selben Tag wurden die seit Monaten in der Schublade liegenden Konzepte für eine Umweltzone nach Dresden versendet. Die aktuelle Pressemitteilung der Klima-Allianz kann unter “Presse” nachgelesen werden.
Alexander John
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04. März 2009
Wahlprüfsteine der AG Verkehr versendet
Die AG Verkehr (Forum Urban Mobil) der Klima-Allianz Leipzig hat ihre Wahlprüfsteine aufgestellt und an alle Fraktionen im Leipziger Stadtrat versandt. Ziel der Wahlprüfsteine ist es, die potentiellen Stadträte der nächsten Legislaturperiode im Bereich Verkehr zu prüfen. Bis zum 31. März haben alle Stadträte die Möglichkeit sich mit den Fragen zu beschäftigen und dem Forum Urban Mobil (fum) erste Antworten zu übermitteln. Beim Fahrradfrühlingsfest des ADFC am 18. April werden dann Vertreter der Kommunalpolitik auf einer Podiumsdiskussion noch einmal Stellung nehmen. Das Thema Verkehr zählt zu den bedeutendsten in der Leipziger Klimapolitik und unterliegt seit Jahren einem ständigen Wandel. So wurde der ÖPNV in den vergangenen Jahren zwar moderner, erlitt aber gleichzeitig heftige finanzielle Einschnitte, welche ab 1212 noch massiver werden sollen. Im Bereich Rad- und Fußverkehr hat sich in den letzten fünf Jahren wenig getan, was mit den wahlprüfsteinen auch thematisiert werden soll.
Alexander John
06. November 2008
Die Klima-Allianz Leipzig leistet einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien
noch in diesem Jahr entsteht das erste Leipziger Bürger-Solarkraftwerk.
Der Klimawandel ist in vollem Gange. Dabei wird immer ersichtlicher, dass der Mensch durch die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern zu einem erheblichen Teil selbst die Verantwortung an der globalen Erwärmung trägt. So werden jährlich allein für die Stromerzeugung hunderte Mio. Tonnen von klimaschädlichem CO2 in die Atmosphäre geblasen. Noch 2006 setzte sich der Strommix in Deutschland zu 60% aus fossilen Energieträgern zusammen, lediglich 12% des Stroms wurden aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen (siehe Lichtblick: Strommix in Deutschland 2006).
Die Klimaallianz hat sich zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr die Nutzung der Solarkraft in Leipzig voranzutreiben. Geplant ist der Bau einer Bürgersolaranlage auf dem Gebäude der LWB in der Witowskistraße 2 – 8. Dadurch soll ein Grundstein für weitere Projekte dieser Art gelegt und die Stadt einen wichtigen Schritt in Sachen Klimaschutz vorangebracht werden. Denn obwohl im Leipziger Umland die Produktion von Solarmodulen floriert, blitzen die Dächer innerhalb der Stadtgrenzen oftmals leer in der prallen Sonne. Diesem Leerstand möchte die Klimaallianz nun entgegenwirken. Am Standort Leipzig mangelt es nämlich weder an geeigneten Dächern für Solarprojekte, noch am dafür erforderlichen Sonnenschein. Mit rund 1600 Sonnenstunden darf man sich sogar zu einer der sonnigsten Städte hierzulande zählen. Einladender könnten die Bedingungen also nicht sein.
In Form der geplanten Bürgersolaranlage wird den Leipziger Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten, sich direkt an der Energiewende zu beteiligen. Durch eine extra dafür eingerichtete GbR kann jeder Einzelne Anteilseigner an der Solaranlage werden und tatkräftig dem Klimawandel entgegenwirken. Mit einer geplanten Größe von 29,96 kWp verspricht die Anlage eine reiche Sonnenernte, welche den jährlichen Strombedarf von 30 Personen* deckt – und dies garantiert ohne klimaschädliche Emissionen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren werden dadurch über 230 Tonnen CO2 im Vergleich zum herkömmlichen Strom der Stadtwerke Leipzig** vermieden.
Neben dem ökologischen Mehrwert lockt den Anteilseignern darüber hinaus auch ein finanzieller Vorteil. Das von der Regierung beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert diesen nämlich einen Zinsvorteil von mindestens 5 % der eingebrachten Summe. Mehr als die meisten Banken derzeit zu bieten haben. Mitmachen lohnt sich somit auf alle Fälle.
Florian Miller, Alexander John
* bei 950 kWh/Person
** Stand 12/2007

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15. Oktober 2008
Petitionen “für mehr Klimaschutz in Leipzig” an OB Burkhard Jung übergeben
Am 15. Oktober übergaben einige Vertreter der Klima-Allianz Leipzig dem Oberbürgermeister Burkhard Jung 1018 “Petitionen für mehr Klimaschutz in Leipzig”. Diese Übergabe wurde mit Trommelwirbel, Veranschaulichung der Mitglieder und Geschenken begleitet. So wurde dem Oberbürgermeister ein Kastaniensetzling, eine Energiesparlampe und eine Buch mit dem Titel “Ressourceneffizienz – der neue Reichtum der Städte” sowie das druckfrische Hintergrundpapier überreicht.

_______________________________________________________Am Samstag, 13. September 2008, haben sich ca. 1100 Menschen in Peitz Ost (Niederlausitz) zur Demonstration gegen die Pläne des Stromkonzerns Vattenfall Europe eingefunden. Vattenfall und die Landesregierung Brandenburg beabsichtigen weitere Dörfer der Braunkohleverstromung zu opfern und dadurch auch nach 2020 noch massiv jegliche Klimaschutzziele zu boykottieren. Hier war es uns als Klima-Allianz Leipzig wichtig, auch Akzente außerhalb unseres Blickfeldes zu setzen. Gemeinsam fuhren wir von Leipzig mit dem Zug nach Cottbus. Dort besichtigten wir zuerst die schöne Altstadt und begaben uns anschließend mit anderen Mitstreitern direkt an das zweitgrößte Kohlekraftwerk Deutschlands nach Peitz Ost, wo schon alles für die Kundgebung vorbereitet war. Neben Redebeiträgen Betroffener (z.B. René Schuster), Politikern, Aktivisten der Ökostrombewegung (Ulla Gahn, Ökostromwechselparty) sowie musikalischer Unterhaltung (Mellow Mark, Stern-Combo Meissen) gab es auch eine Solidaritätserklärung mit der gleichzeitig stattfindenden Demonstration in Staudinger bei Hanau (ca. 5000 Teilnehmer), die auch nicht nur Eon und Vattenfall die “Rote Karte” zeigten, sondern allen Stromkonzernen – EnBW du bist nicht ausgenommen, genauso wenig wie RWE!!!_____________________________________________________
Die Pläne von Vattenfall stoppen
In der Lausitz betreibt Vattenfall das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde! Der Konzern will die Braunkohleverstromung – die klimafeindlichste Form der Energiegewinnung überhaupt – in der Lausitz für weitere Jahrzehnte durchsetzen.
Vattenfall plant den Bau eines neuen Kraftwerksblocks und will weitere Dörfer wegbaggern – um den Braunkohletagebau auszuweiten. Diese Energiepolitik hat keine Zukunft.
Wenn auch Sie:
- gegen den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks nach 2020 in der Lausitz sind
- die Umsiedlung von knapp 4.000 Menschen für neue Tagebaue zur Befeuerung der Vattenfall-Kraftwerke untragbar finden
- der Meinung sind, dass die Technologie der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) noch zu wenig erforscht ist, um von Vattenfall bereits als Lösung propagiert zu werden
- die Weiterentwicklung klimafreundlicher Energien durch neue Kohlekraftwerke behindert sehen
- die leeren Versprechen der Regierung zum Klimaschutz satt haben
dann demonstrieren Sie mit uns am 13. September am Braunkohlekraftwerk Jänschwalde!
Helfen Sie die Pläne von Vattenfall und der Landesregierung zu stoppen!
Die Bevölkerung in der Lausitz braucht Ihre Unterstützung und bundesweite Aufmerksamkeit.
Treff ist für alle Leipziger und Umländler um 8:45 Uhr am Gleis 12 im Hauptbahnhof Leipzig. Die Kosten für Hin- und Rückreise betragen 8,- € pro Person.
Transparente, Picknickkorb und Trillerpfeiffen sind ausdrücklich erwünscht!
Anmeldung und nähere Informationen unter: klimaallianz@oekoloewe.de oder telefonisch unter: 0341 30 65 370
Klimaradtour am Samstag, 14. Juni 2008, 10 Uhr
Klima im Wandel?!
Das Klima wandelt sich. Und wir Menschen tragen mit dazu bei. Auf der Radtour in den Leipziger Südraum entdecken wir, wie Mensch und Natur diesen Wandel begünstigen, Strategien gegen ihn entwickeln und wie sich dabei unsere Umwelt wandelt! Radeln Sie mit!

Start: Dölitzer Wassermühle, Vollhardtstr. 16
Streckenverlauf: Markkleeberger See – Störmthaler See – Besuch des Solarparks Mölbis – Besuch des Braunkohlekraftwerk Lippendorf – Breunsdorf (devastiert)
Länge: 50 km (eine Strecke), Rückfahrt per Bahn bzw. Rad
Weitere Infos unter 0341 3065381 Ökolöwe – Umweltbund Leipzig!
Petition für mehr Klimaschutz in Leipzig jetzt zeichnen!
Klima-Allianz Leipzig braucht Ihre Unterstützung
Die Klima-Allianz Leipzig, ein Zusammenschluss aus über 25 Vereinen, Verbänden, Organisationen und Gemeinden fordert von der Stadt Leipzig ein verstärktes Engagement in Sachen Klimaschutz!
Helfen Sie mit und unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die Anliegen der Klima-Allianz!
Zeichnen Sie die Petition online (nicht rechtsverbindlich!) unter

Weitere Informationen und den genauen wortlaut der Petition finden Sie unter
www.klima-allianz-leipzig.de
03. Juni 2008
Bundeskanzlerin Merkel in Leipzig
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat am 3. Juni 2008 die Ehrendorktorwürde der Universität Leipzig verliehen bekommen. Diese erhielt sie u.a. auch wegen ihres Engagements zum Schutz der Umwelt. Die Klima-Allianz Leipzig fordert Merkel auf, Worten endlich auch Taten folgen zu lassen! Denn bislang stehen zwar die Ziele, bis 2020 40 Prozent der klimasachädlichen Treibhausgasemissionen einzusparen, fest, nicht aber die Maßnahmen, wie diese erreicht werden sollen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) begrüßt Bundeskanzerlin
Angela Merkel (CDU). Im Hinterggrund Stanislav Tillich, Ministerpräsident von Sachsen (CDU).

Stanislav Tillich und Burkhard Jung imGespräch: sicherlich nicht über mehr
Klimaschutz!

Protest der Grünen Jugend Leipzig aus Anlass des Besuches von
Bundeskanzlerin Merkel in Leipzig!
Pressemitteilung vom 15.05.2008
„Entscheiden Sie sich für saubere Luft“
Klima-Allianz startet Petition für mehr Klimaschutz
Die Klima-Allianz Leipzig (K-A) startet eine Petition für mehr Klimaschutz. Damit soll auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leipzig die Möglichkeit gegeben werden, sich für den verstärkten Schutz des Klimas auszusprechen. Begleitet wird die Sammlung der Unterschriften der Klima-Allianz in den nächsten Wochen durch verschiedene Aktionen unter dem Motto „Entscheiden Sie sich für…“. Erste Aktion: „…eine saubere Luft – auch in der Innenstadt“.
Bereits ab einer Standphase von mehr als 20 Sekunden hält das Bundesverkehrsministerium das Abschalten des Motors jedoch für sinnvoll. Bei kürzeren Standzeiten ist das Verhältnis zwischen Schadstoffemissionen und Kraftstoffeinsparung eher ungünstig.
Allein die letzte Verkehrsbefragung der Stadt 2006 zählte an den wichtigsten zehn Hauptverkehrsstraßen 236.000 Kfz. Würden davon allein 10.000 Kfz 180 mal im Jahr an einer einzigen Ampel den Motor für 20 Sekunden abstellen, könnten damit 11.500l Benzin in einem Gesamtwert von über 17.000 € oder 23,8t CO2 eingespart werden.
So kann auch der Autofahrer, der nicht auf seine Mobilität verzichten will, sich für saubere Luft und mehr Klimaschutz in Leipzig entscheiden. Und mit der Unterzeichnung der Petition ein Signal an die Stadt senden!
Die Petition kann bei allen Partnern oder auch online (allerdings nicht rechtsverbindlich!) unter www.Klima-Allianz-Leipzig.de gezeichnet werden!
Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen Ulf Sieberg, Koordinator der Klima-Allianz Leipzig unter
0341 3065370 oder 0160 91962471 jederzeit gern zur Verfügung!
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Löwenmaul vom April/Mai 2008
Klima-Allianz Leipzig gewinnt
zunehmend an Fahrt
Als erste lokale und innerstädtische Allianz ihrer Art ist die Klima-Allianz Leipzig im Netzwerk der nationalen Klima-Allianz vertreten. Seit ihrer Gründung im November 2007, an der 17 Vereine, Verbände, Organisationen, organisationsübergreifende Netzwerke und Gemeinden beteiligt waren, hat sich die Zahl der Mitglieder auf 27 erhöht.
Auf Initiative von ADFC, NABU, Ökolöwe und VCD hat sich im November 2007 die Klima-Allianz Leipzig gegründet. Als Reaktion auf das fehlende Engagement seitens der Stadtverwaltung, des Stadtrates und des Oberbürgermeisters dem Klimawandel in Leipzig entschlossen entgegen zu treten wurde in einem offenen Brief an den OBM und in einem Appell daraufhin gewiesen, in Sachen Klimaschutz endlich aktiv zu werden.
Ziel der Klima-Allianz Leipzig ist es, die schnelle Umsetzung des Klimaschutzprogramms (KSP) der Stadt Leipzig voranzutreiben und die dort festgehaltenen Klimaschutzziele über das Jahr 2010 fortzuschreiben. Dazu gehören der Ausbau an Informationsmöglichkeiten zum Klimaschutz, Vorrang für Energieeinsparung und effiziente Energienutzung in der Stadt Leipzig, die Förderung und der Ausbau einer Klima schonenden und dezentralen Stromerzeugung, der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien, die konsequente Reduzierung der Emissionen im Straßenverkehr, mittels Klimaschutz die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig aktiv zu fördern und die Herstellung von Klimagerechtigkeit. In vier verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen Energie, Naturschutz/Gesundheit, Klimagerechtigkeit und Verkehr arbeiten die Mitglieder derzeit intensiv an einem Hintergrundpapier, um die Forderungen mit konkreten Inhalten und Projekten zu untermauern. Darüber hinaus fordert die Klima-Allianz ein gemeinsames Vorgehen von Stadtverwaltung, Stadtrat und OBM. Das Thema Klima muss dabei ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Durch die Initiative der Klima-Allianz hat der Prozess zu mehr Klimaschutz in Leipzig neuen Schwung erhalten. Ein erstes Sondierungsgespräch zwischen Leonhard Kasek (NABU KV Leipzig), Philipp Steuer (Ökolöwe) und Umweltbürgermeister Rosenthal fand bereits am 29.11.2007 statt. Am 17.12. wurde die im KSP der Stadt verankerte Arbeitsgruppe zum Klimaschutz nach zweijährigem Stillstand wiederbelebt. Auf Einladung von Herrn Rosenthal wurden verschiedene Interessenvertreter über den Stand der Umsetzung in Sachen Klimaschutz informiert. Die Klima-Allianz bekundete ihre Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung. Auf der AG Sitzung der Stadt im Februar wurde die Einrichtung von Workshops zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Kompensationsmaßnahmen, Verkehr, Gebäude und Energieerzeugung beschlossen. Diese werden bis Juli 2008 Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen erarbeiten, die in einer Agenda zusammengefasst werden sollen.
Im Stadtrat wurden auf Betreiben der Fraktion Bündnis 90/die Grünen Anträge zur Teilnahme der Stadt am European Energy Award (EEA), die Einführung des Passivhaus-Standards in allen öffentlichen Gebäuden und die Benennung eines Klimaschutzbeauftragten gestellt. Während die Teilnahme am EEA und die Einfpührung des Passivhaus-Standards beschlossen wurde, lehnte der Stadtrat nach einer ablehnenden Haltung aus der Verwaltung des Amts für Umweltschutz die Benennung eines Klimaschutzbeauftragten ab. Der Stadtrat folgte damit der ablehnenden Haltung Oberbürgermeisters Jung, der in seiner Antwort vom 30.01.08 bzw. auf den offenen Brief der Klima-Allianz die Defizite bei der Umsetzung, nicht aber die Notwendigkeit zu mehr Klimaschutz zugegeben hatte.
Wichtig wird es nun sein, konkrete Maßnahmen und Projekte zu starten. Diese sind ohne finanzielle Mittel nicht zu haben. Es wird sich dann zeigen, ob auch die Stadt es ernst mit dem Klimaschutz meint!
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Pressemitteiliung vom 08.04.2008
Klima-Allianz begrüßt 1. Solarpark in Leipzig
Leipzig endlich an die Sonne bringen
Die Klima-Allianz Leipzig befürwortet die Errichtung des ersten Solarparks in Leipzig. Damit kann ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet und der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix erhöht werden. Voraussetzung für die Errichtung ist aber die Nutzung bereits versiegelter Flächen bzw. den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten. Insgesamt bleibt der Anteil erneuerbarer Energie am Energiemix in Leipzig enttäuschend gering.
Die Erzeugung erneuerbarer Energien auf Leipziger Stadtgebiet rangiert bislang unter ferner Liefen. Nicht ein einziges Biokraftwerk befindet sich derzeit auf Leipziger Stadtgebiet. Geschweige denn ein Photovoltaik-Kraftwerk. Einzig die privat installierten Photovoltaikanlagen lassen einen, wenn auch schwachen, Lichtblick erkennen. Ende 2005 gab es in Leipzig 94 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 363 Kilowatt. „Zu wenig“, wie Ulf Sieberg, Koordinator der Leipziger Klima-Allianz findet. „Bundesweit sind in den letzten Jahren Solarkraftwerke aus dem Boden geschossen, allein, Leipzig hat diese Entwicklung völlig verschlafen“, so Sieberg weiter. Während in Magdeburg 2007 die erste Bürgersolaranlage ans Netz ging und Dresden bereits zahlreiche Projekte abgeschlossen hat, scheiterte in Leipzig 2004 eine Initiative von Solar City. In einem Umsetzungsbericht des Umweltdezernats, der in der OBM-Dienstberatung vom 25.03.2008 zur Kenntnis genommen wurde, heißt es dazu lapidar, dass das Projekt aufgrund der vorgesehenen Erhebung eines Mietzinses für die Dachflächennutzung nicht zur Umsetzung gelangt ist. „Es ist von Seiten der Stadt, weder vom Baudezernat noch aus dem Umweltdezernat zu erkennen, dass die Installation von Photovoltaikanlagen wirklich gewollt wird“, bemängelt Sieberg das unzureichende Engagement. Eine Entwicklung, die auch im Amt für Wirtschaftsförderung völlig verschlafen wurde. Zwar gibt es dort im Rahmen der Wirtschaftsstrategie der Stadt ein Cluster Energie- und Umwelttechnik. In Sachen Photovoltaik weilt dies aber im Dornröschenschlaf. Dabei sind die Erneuerbaren Energien ein Jobmotor. Allein in Deutschland wuchs die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich laut Bundesumweltministerium auf knapp 230.000 Arbeitsplätze. In Sachsen waren es 2006 gerade einmal knapp 5.600. Die Klima-Allianz fordert daher den Cluster Energie- und Umwelttechnik zum Motor für die Erzeugung Erneuerbarer Energien in Leipzig zu machen und bietet ihre Kooperation an. So ließen sich Klimaschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen miteinander verbinden. „Dazu muss es aber den ernsten Willen des OBM´s, der Dezerneten und der Verwaltung geben, die Erneuerbaren Energien ausbauen zu wollen“, sagt Sieberg. Dazu gehöre auch, städtische Dachflächen bereitzustellen. Bislang wurden lediglich zwei benannt: die Anton-Philipp-Reclam-Schule und die Fritz-Gietzelt-Schule. „Entgegen des Potentials ist das Nichts“, wie Sieberg bemängelt. Dabei gäbe es in Leipzig genügend Flächen, auch für Großprojekte wie das geplante im Leipziger Norden. Dort will der Eigentümer eine Anlage mit 5,84 Megawatt errichten.
Vor allem bereits versiegelte Flächen bieten sich für solche Anlagen an. Denn der entstehende Flächenverbrauch durch die Errichtung kann der Umwelt durch zusätzliche Flächenversiegelungen schaden. Die Klima-Allianz Leipzig mahnt daher den Investor, das bevorstehende Projekt möglichst nachhaltig durchzuführen und signalisiert ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Dazu gehören die genaue Prüfung der seit 1993 brachliegenden Fläche für den Naturschutz genauso wie eine möglichst geringfügige Flächenversiegelung.
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Pressemitteilung vom 19.03.2008
Klimaschutz nicht verwässern
Der Rat der Stadt Leipzig entscheidet heute in 2. Lesung über gleich drei Anträge in Sachen Klimaschutz. Dabei geht es um einen Klimaschutzbeauftragten für die Stadt Leipzig, die Etablierung des Passivhausstandards für stadteigene und städtisch genutzte Gebäude und die Teilnahme am European Energy Award.
Die Klima-Allianz Leipzig fordert von Oberbürgermeister, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung, dass Thema Klimaschutz auf der Agenda der städtischen Themen oberste Priorität einzuräumen. „Dazu ist die Benennung eines städtischen Klimaschutzbeauftragten mit ämter- und dezernatsübergreifender Koordinierungsfunktion notwendig“, untermauert Ulf Sieberg, Koordinator der Klima-Allianz Leipzig, den Stadtratsantrag. „Ein Klimaschutzbeauftragter macht aber nur dann Sinn, wenn er mit entsprechenden eigenen finanziellen Mitteln ausgestattet wird, um konkrete städtische Projekte und Maßnahmen in Sachen Klimaschutz zu entwickeln“, so Sieberg weiter.
Der Alternativvorschlag aus dem Dezernat Umwelt, einen lokalen „Agenda-Beauftragten“ für die Stadt Leipzig zu benennen, der sich um das Kernthema „Nachhaltige Sicherung einer gesunden Umwelt“ kümmern soll, lehnt die Klima-Allianz ab.
„Wenn es Oberbürgermeister und Umweltdezernat mit dem Klimaschutz wirklich ernst wäre, dann würde dem Thema auch hierarchisch und finanziell der nötige Stellenwert und Spielraum eingeräumt“, begründet Sieberg die Position der Klima-Allianz. Die Erfahrung zeige zudem, dass das Agenda-Büro mit der Koordination in Sachen Klimaschutz bereits in der Vergangenheit organisatorisch und finanziell überfordert war. Das allumfassende Thema „Nachhaltige Sicherung einer gesunden Umwelt“ würde das eigentliche Kernthema Klimaschutz eher noch weiter verwässern, so Sieberg. Zwar begrüße die Klima-Allianz den in der AG Klimaschutz der Stadt Leipzig neu belebten Dialog. Dieser müsse aber zunächst Substantielles bringen, bevor von einem Erfolg für den städtischen Klimabeitrag gesprochen werden könne. Ein Agenda-Beauftragter trage da nicht zu bei.
Hingegen die Zustimmung der Verwaltung zum Antrag „Passivhausstandard für stadteigene und städtisch genutzte Gebäude“ begrüßt wird. Damit wird ein Mindeststandard in Sachen Energieeffizienz von 30% über der Forderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt. Dies trägt zur Klimaentlastung maßgeblich bei. Zudem amortisieren sich die Mehrkosten innerhalb weniger Jahre durch die erzielte Energiekosteneinsparung. Ökonomisch wie ökologisch ein Gewinn für Wirtschaft und Klima.
Die Klima-Allianz Leipzig spricht sich für die Teilnahme der Stadt am European Energy Award aus. Der EEA ist ein Managementsystem, eingebunden in ein Verfahren, das es der Stadt ermöglichen würde, die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in der Kommune zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. Ein unabhängiger Gutachter überprüft dabei sowohl neue, als auch bereits abgeschlossene Klimaschutzprojekte. Mit dem EEA würde auch in Leipzig eine umsetzungsorientierte Klimaschutzpolitik gestützt.

Pressemitteilung vom 08.12.2008
Klima-Allianz Leipzig demonstriert Präsenz zum Klimaaktionstag
Zum bundesweiten Klimaaktionstag am Samstag, den 8.12., kam im Auftrag der Klima-Allianz die Klimafeuerwehr. Erstmalig präsentierte sich die neue Klima-Allianz der Leipziger Umwelt- und Entwicklungsvereine sowie verschiedener kirchlicher Institutionen, Bürgerinitiativen und Intressengemeinschaften öffentlich mit ihrem Anliegen.
„Es ist fünf vor zwölf – Die Klimafeuerwehr kommt!“ So kündigte sich das erste öffentliche Auftreten der Klima-Allianz an. 24 Vereine unterstützten mit ihrer Präsenz das Anliegen der Klima-Allianz.
Um fünf vor zwölf hätten eigentlich eindringlich die Sirenen auf dem Richard-Wagner-Platz heulen müssen. Da aber bereits viele andere die Warhnglocken läuteten – allen voran die internationale Klimaforschungsgesellschaft IPCC – verzichtete die Klima-Allianz auf weitere Warnrufe. Aber gelöscht wurde die bereits angeheizte Erde zumindest symbolisch. Vertreter vieler teilnehmender Vereine erläuterten, warum sie die Klima-Allianz unterstützen und nahmen selbst Schlauch oder Eimer in die Hand, um der Erde Abkühlung zu verschaffen.
„Wir sind dabei, weil der Flugverkehr – v.a. in dem Ausmaß, in dem er hier zu erwarten ist – nicht nur ein Gesundheitsproblem für die Anwohner darstellt, sondern auch die Klimaschutzziele der Stadt konterkariert. Der Trend dazu, auch immer mehr Fracht über die Flughäfen abzuwickeln, geht in die völlig falsche Richtung.“ erläuterte Peter Richter von der IG Nachtflugverbot die Unterstützung durch seinen Verein. „Für uns ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Verkehr nicht nur ein Sicherheits- und Gesundheitsproblem für Kinder und ältere Menschen ist, sondern auch Teil des Problems des Klimawandels“, so Matthias Reichmuth, Regionalkoordinator des Verkehrsclubs Deutschland.
Danach folgte ein Demonstrationszug über den Ring zum Löhrs Carré, wo die diesjährige Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) stattfand. Dort verlas Michael Hanfstängl, Mitglied der DGVN und Direktor des Evangelisch-Lutherischen Missionswerkes, das auch in der Klima-Allianz Leipzig vertreten ist, eine gerade verabschiedete Erklärung. Darin fordert DGVN die Verrinrung der bundesdeutschen Emissionen um 40% bis 2020. Außerdem tritt die DGVN dafür ein, dass ein internationaler „Klima-Folgen-Fond“ eingerichtet wird, um die Folgen des Klimawandels finanzieren zu können.
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Pressemitteilung vom 06.12.2008
Klima-Allianz Leipzig ruft zum Klima-Aktionstag auf
Am 8.12. / 5 vor 12 / Blechbüchse
Vom 3. bis zum 14. Dezember findet auf Bali die diesjährige UN-Klimakonferenz statt. Am 8. Dezember 2007 – genau in der Mitte der UN-Klimakonferenz – werden deshalb beim weltweiten Klima-Aktionstag Tausende Menschen für mehr Kimaschutz auf die Straße gehen.
Auch die Klima-Allianz Leipzig wird am 8.12.2007 unter dem Motto „ 5 vor 12 – Die Klimafeuerwehr kommt“ auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Symbolträchtig beginnt die Aktion 5 vor 12 auf dem Richard-Wagner-Platz (Blechbüchse). Ebenso symbolisch wird die Klimafeuerwehr die schwitzende Erde abkühlen. Im Anschluß daran werden die Mitglieder der Klima-Allianz Leipzig zum Versammlungsort der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen ( DGVN) in die Humboldtstraße ziehen, um die Gemeinsamkeiten von globalen und lokalem Umweltschutz zu demonstrieren.
Die Klima-Allianz Leipzig unterstützt ebenfalls die bundesweite Aktion „Licht aus! Für unser Klima“. Am Samstag, den 8. Dezember 2007 sollen um 20 Uhr für fünf Minuten bundesweit alle Lichter ausgeschaltet werden. Dazu fordern in einem gemeinsamen Aufruf beispielsweise Google, WWF und ProSieben auf.
Die Klima-Allianz Leipzig gründete sich am 22.11.2007. Neben den Initiatoren Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V., NABU, ADFC und VCD sind nunmehr bereits weitere 20 Leipziger Vereine dem Bündnis beigetreten, um mehr Engagement im lokalen Klimaschutz zu fordern.
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Pressemitteilung vom 24.11.07
Die Leipziger Klima-Allianz startet mit Offenem Brief an den OBM
Am 22.11.2007 gründetete sich die Leipziger Klima-Allianz aus Vertretern konfessioneller, sozialer und kultureller Vereine sowie aus den lokal tätigen Umweltschutzorganisationen. Ihre erste Aktion besteht aus einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Burghard Jung. Darin fordert die Klima-Allianz mehr Engagement im Bereich Klimaschutz von der Stadt.
Auslöser für die Gründung der Allianz war der gerade – mit enormer Verspätung – vorgelegte Klimabericht der Stadt. Darin gibt die Stadtverwaltung zu, die gesteckten Ziele nicht erreichen zu können. „Kein Wunder“, meint Sieberg, „denn de facto hat die Stadt nichts getan!“
Die Klima-Allianz fordert mehr Geld für ökologische Sanierungen, für die Schaffung und den Erhalt von Grünflächen und Waldgebieten sowie eine andere, umweltfreundlichere Verkehrspolitik.
Dass sich diese zunächst entstehenden Kosten amortisieren und zukünftig sogar Geld sparen werden, gibt Philipp Steuer zu bedenken, Geschäftsführer des Ökolöwen, der die Gründung der Klima-Allianz neben NABU, VCD und Solarcity initiiert hat. „Jeder Euro, der heute in den Klimaschutz gesteckt wird, wird sich hundertfach positiv auswirken, wenn die Folgen des Klimawandels zum Tragen kommen.“
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Offener Brief an den Oberbürgermeister vom 23.11.2008:
Mehr Klimaschutz jetzt!
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,
als Vereine und Verbände aus Leipzig schließen wir uns zur Klima-Allianz Leipzig zusammen, um deutlich zu machen, dass die bisherigen Initiativen in Leipzig nicht ausreichen. Um den Klimawandel aufhalten zu können, müssen alle Städte und Kommunen – auch Leipzig – energischere Maßnahmen ergreifen.
Und: Klimaschutz kostet nicht nur; vielmehr sind Klimaschutz und eine gute Haushaltspolitik zwei Seiten einer Medaille. Investitionen in den Klimaschutz zahlen sich immer aus. Und zwar nicht nur ökologisch, denn auch der Etat wird langfristig durch konsequente Klimaschutzpolitik entlastet. Und: Die Kosten des Klimawandels werden teurer, je länger beim Klimaschutz zögert wird.
Wir, die unterzeichnenden Leipziger Vereine und Verbände, fordern Sie hiermit auf, mit dem Klimaschutz ernst zu machen. Klimaschutz erfordert globales Denken und lokales Handeln. Zur Bekämpfung des Klimawandels muss sich auch das politische Klima in Leipzig wandeln. Den Absichtserklärungen auf politischer Ebene müssen konsequentere Taten folgen.
Auf kommunaler Ebene kann viel für den Klimaschutz getan werden. Mehr als im Klimaschutzbericht aufgezählt wird. Wir fordern Sie deshalb auf, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln den kommunalen Klimaschutz in Leipzig voranzutreiben. An dringenden, konsequent umzusetzenden Maßnahmen stehen an:
- Der Ausbau von Öffentlichkeitsarbeit und Informationsangeboten zum Klimaschutz.
- Die Förderung von Energieeinsparung und effiziente Energienutzung, gerade auch in der Altbausanierung.
- Die Einhaltung von Energieeinsparstandards bei der Modernisierung kommunaler Gebäude
- Die Förderung einer klimaschonenden, dezentralen Stromerzeugung.
- Der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien.
- Die konsequente Reduzierung der Emissionen aus dem Straßenverkehr durch eine den Umweltverbund fördernde Planung.
- Die aktive Förderung der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig mittels Klimaschutzmaßnahmen.
- Und damit allgemein die Herstellung von Klimagerechtigkeit.
Allen Beschwichtigungen und Verharmlosungen zum Trotz drängt die Zeit! Der menschengemachte Klimawandel ist bereits heute Realität. Eine konsequente lokale Klima- und Energiepolitik duldet auch in Leipzig keinen weiteren Aufschub.
Der Klimawandel ist ein globales und vom Menschen verursachtes Problem. Weltweit werden durch lokale menschliche Aktivitäten in immer größeren Mengen Treibhausgase freigesetzt. Von den bereits heute spürbaren Folgen sind wir alle betroffen: Hochwasser, Dürren, Regen, Brände und Stürme kosten schon heute auch in Deutschland jährlich Menschenleben und verursachen Schäden in Millardenhöhe. Der Klimawandel bedroht damit die existenzielle Lebensgrundlagen des Menschen!
Klimaschutz ist deshalb die globale Aufgabe, die natürlichen lokalen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen zu erhalten bzw. dort wieder herzustellen, wo diese bereits zerstört sind. Alle können und müssen wir mithelfen, den Klimawandel aufzuhalten, zu verlangsamen und seine Folgen abzufedern.
Als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig ist es aus Sicht der Klima-Allianz Leipzig Ihre Pflicht, sich dieser Problematik zu stellen.
Wir bieten Ihnen hiermit auch unsere Unterstützung bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen an. Die hier vertretenen Vereine bringen die notwendige Erfahrung und Fachkenntnis mit, um die Klimaschutzpolitik der Stadt zu fördern, sei es beratend, in der Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Umsetzung praktischer Maßnahmen und Projekte. Verständigen wir uns über ein Klimaschutzpaket, das den Möglichkeiten und dem Gefährdungspotential, das im Klimawandel steckt, besser gerecht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Klima-Allianz Leipzig
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Pressemitteilung vom 23.11.07
Leipziger Vereine gründen Klima-Allianz
Der Klimabericht der Stadt liegt nun endlich vor – und offenbart eklatante Fehlstellen der Leipziger Klimaschutzpolitik. Grund genug für ein Bündnis aus Leipziger Vereinen, die „Klima-Allianz Leipzig“ zu gründen. Mit diesem Zusammenschluß soll die Politik, aber auch die Allgemeinheit aufgefordert werden, sich energischer dem Thema Klima zu widmen, Klimaschutzmaßnahmen konsequenter umzusetzen und die Stadt Leipzig zukunftsfähig zu machen.
Die Allianz appelliert an Oberbürgermeister Burkard Jung und die Stadt Leipzig, mit gutem Beispiel voran zu gehen und ihrer Verantwortung im Klimaschutz gerecht zu werden. Die Maßnahmen des Klimaschutzprogramms müssen konsequenter umgesetzt und um weitere Maßnahmen im doppeltem Umfang ergänzt werden. Dabei bietet sie der Stadt ihre Unterstützung an. Konkret fordert sie beispielsweise den Ausbau von Öffentlichkeitsarbeit und Informationsangeboten zum Klimaschutz, aber auch den zügigen Ausbau der Ernauerbaren Energien oder die konsequente Reduzierung der Emissionen aus dem Straßenverkehr.
Damit will die Allianz nicht nur das Klima schonen, sondern auch die Gesundheit der Leipziger: „Wer statt auf effektiven Klimaschutz und damit auf den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf Einfallsschneisen für das Auto setzt, der fördert das Gesundheitsrisiko seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger,“ wie Leonhard Kasek, Vorsitzender des NABU Kreisverband Leipzig anmerkt.
Erstmalig schließt sich damit ein breites Bündnis aus lokalen Vereine zusammen. Ziel des Bündnisses ist es, auf lokaler Ebene Forderungen an die kommunale Politik zu erarbeiten sowie eine konstante Pressearbeit zum Thema lokaler Klimaschutz zu leisten. Dabei sollen globale Probleme und Forderungen ebenso wie lokale Probleme thematisiert werden.
Ulf Sieberg, Koordinator der Leiziger Klima-Allianz und Leiter des Ökolöwen-Projektes „sonnenklar! – Klimaschutz im Sport“, betont die gesellschaftliche Bedeutung des breiten Bündnises: „18 Leipziger Vereine haben sich bereits jetzt angeschlossen und viele weitere werden sicherlich noch folgen. Das heißt, dass den engagierten Leipziger Bürgern die Brisanz des Themas bewußt ist – nun muß die Politik dem auch Rechnung tragen!“
Philipp Steuer, Geschäftsführer des Ökolöwen, wehrt sich gegen das ständige Argument der Kosten: „Die Politik muss verstehen, dass Klimaschutz nicht nur kostet. Vielmehr sind Klimaschutz und eine sparsame Haushaltspolitik dasselbe: Investitionen in den Klimaschutz zahlen sich immer auch ökonomisch aus, durch Einsparungen und Entlastungen.“
Mit regelmäßigen Aktionen – erstmalig zum Klimaschutz-Aktionstag am 08.12.07 – will die Klima-Allianz auf ihre Anliegen und Forderungen aufmerksam machen. Zudem soll im Internet unter www.klima-allianz-leipzig.de eine Informationsplattform über lokalen Klimaschutz in der Region Leipzig entstehen.
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Pressemitteilung vom 14.11.07
Klimaschutzbericht der Stadt offenbart eklatante Versäumnisse
Verbände fordern von OBM Jung mehr Anstrengungen im Klimaschutz
Das Klima wird rauer in Leipzig. Mit 18-monatiger Verspätung hat die Stadt unter Federführung des Amt für Umweltschutz (AfU) endlich den erforderlichen Klimaschutzbericht vorgelegt. Herausgekommen ist ein zwiespältiges Bild über die Aktivitäten der Stadt, dem Klimawandel entgegen zu treten.
Etliche Male ließ Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) den Bericht in der OBM-Dienstberatung wieder zurück gehen. Sein Fazit: Die Stadt schneide in dem vom AfU ausgearbeiteten Bericht zu schlecht ab. Doch trotz „Schönfärberei“ offenbart der „Bericht zum Klimaschutzprogramm“ eklatante Versäumnisse der Stadt Leipzig im Klimaschutz.
So sind zwar die Kohlendioxidemissionen (CO2) von 1990 bis 1998 pro Einwohner von 11,3 auf 7,0 Tonnen (t) gesunken. Dies ist aber in erster Linie dem „Nachwendeeffekt“ der Deindustrialisierung zu verdanken. Von 1998 bis 2005 sank der CO2 – Ausstoß hingegen nur um 0,85 t. Die Bemühungen der Stadt blieben Stückwerk. „Die Ziele sind weder verbindlich noch ambitioniert“, kritisieren die Verbände von ADFC, NABU, Ökolöwe und VCD in Leipzig. Zudem offenbare der Bericht in seiner Form und dem Zeitpunkt seiner Veröffentlichung, dass Oberbürgermeister Jung die Brisanz des Klimawandels noch immer nicht erkannt habe.
Der Klimaschutzbericht geht außerdem von einer Datenbasis aus, die sich pauschal an der Stadt München orientiert. Dabei wird an keiner Stelle erläutert, warum eine derartige Annahme gerechtfertigt sei. „Der Bericht verschleiert in seiner Form die hanebüchenen Annahmen zu Maßnahmen und Einsparpotenzialen und wirft damit mehr Fragen auf, als er beantwortet,“ so die Verbände. „Da wird z.B. ein sehr großes Einsparpotenzial beim Nutzerverhalten prognostiziert, aber seit Erscheinen des Klimaschutzprogramms 2005 gibt es keinerlei Aktivitäten seitens der Stadt, dieses zu schulen.“
Besonders im Bereich der energetischen Gebäudesanierung und im Verkehr werden die CO2-Einsparpotenziale bei weitem nicht ausgeschöpft – im Gegenteil. Der Anteil des Pkw-Verkehrs ist in den Jahren von 1998 bis 2003 sogar noch gestiegen, während der Anteil von Radverkehr und ÖPNV zurückgingen. „Statt auf eine konsequente Politik der ökologischen Stadtentwicklung zu setzen, die zu mehr Lebensqulität in Leipzig führt, fließen Millionen Euro in den Individualverkehr“, so die Verbände.
Von Einsicht wie bei CDU-Bundeskanzlerin Merkel, die das Thema ganz oben auf ihrer nationalen Agenda stehen hat, kann bei Stadtoberhaupt Jung nicht die Rede sein. So geht auch der Bericht 2007 bereits davon aus, dass die unverbindliche Zielmarke zur Reduktion von 50% CO2 gegenüber dem Basisjahr von 1990 bis 2010 trotz Deindustrialisierung „aus heutiger Sicht dennoch verfehlt wird.“ Ein Eingeständnis, das nur als Armutszeugnis für den Oberbürgermeister, den Rat und die Stadtveraltung Leipzigs gewertet werden kann.
Die Verbände fordern daher von Oberbürgermeister Jung, dem Klimaschutz angemessenes Gewicht zu verleihen und das Klimaschutzprogramm endlich mit ambitionierten und verbindlichen, messbaren Inhalten zu füllen.